Was auch passiert, nichts ist schöner als hier. Ich represente Currywurst, Döner und Bier. (Sera Finale)

Tschüss, Springstoff: The Early Years

Die Geschichte von Springstoff neigt sich dem Ende zu. Der Künstlerzusammenschluss, der später ein Musiklabel wurde, war die Basis für mich als Rapper und für meinen heutigen Job als Grafiker. Bevor Ende des Jahres das verbliebene Team um die Rapperin Sookee sich neu präsentiert, krame ich im Archiv und stelle einen Haufen Songs und Anekdoten online.

1998
Rainer Scheerer und ich treffen uns in der Schule und reden über Musik.
Wir sind beide überzeugt davon, ernsthafte Musiker zu sein und produzieren die ersten gemeinsamen Tracks mit geliehenem Equipment von einer Kirche. Wenn die gewusst hätten, was wir da für Fick-Texte aufgenommen haben. Leider zu schlecht zum Hochladen.

1999
Die Studio-Sessions werden regelmäßiger, das erste eigene Equipment wird gekauft, finanziert durch Haschisch. Ohne die geringste Ahnung von garnichts entsteht mit einem Dritten die Idee, ein eigenes Label zu gründen: Plastikfolien Records. Dieser Name war nicht meine Idee, aber ich habe das Logo und die Schrift gemacht.

2000
Weil ich den Namen so scheiße finde, habe ich die grandiose Idee, ein “Rap-Unterlabel” von Plastikfolien Records zu gründen: Plastik-Sprengstoff. Rainer macht aus dem “e” ein “i” und ich streiche das “Plastik” durch. Springstoff wird geboren, der dritte Mann ist raus.

2001
Die erste Website geht online. Springstoff ist stolz auf seine vier User täglich und vermeidet es, selbst die Website zu besuchen, um die Statistik nicht zu verfälschen.

Die “Stelzbokk Demo EP” von mir wird mit einer kaum zu fassenden Auflage von 30 Stück auf handbeschrifteten Rohlingen “releast”. In diesem Zuge unternehme ich die ersten Gehversuche in Sachen Cover-Design. Leider ist auch diese Musik ist zu schlecht zum Hochladen. Dennoch werden mir für das letzte Exemplar ein paar Jahre später 50 Euro geboten, die ich natürlich annehme.

Ein musikalisches Highlight aus diesem Jahr ist dagegen meine Einlauf-Hymne für die Abi-Verleihung, die wir mühsam zusammengemixt haben. Rainer hat auch eine sehr gute (die ich leider nicht mehr habe), bei der am Ende der Sound total übersteuert ist. Der Plan ist, dass denen die Boxen durchbrennen. Es wird nicht klappen.

Lest nächstes Mal, wie ich bei einem heute sehr bekannten Produzenten im Kinderzimmer abhänge und wie mein erster Auftritt auf einem Acker läuft.

Posted: März 6th, 2012 | Author: | Filed under: Kunst & Grafik, Musik | Tags: , , , , , , | 2 Comments »